Hans  TROPPER  GmbH Reisebusunternehmen Ausflugsfahrten & Linienverkehr
       Immer gerne für Sie unterwegs… 
Allgemeine    Reisebedingungen    (ARB    1992)Anpassung    an    die    Novelle    zum    Konsumentenschutzgesetz    BGBl.    247/93    und    an    das Gewährleistungsrechts-Änderungsgesetz,     BGBI.     I     Nr.     48/2001Gemeinsam     beraten     im     Konsumentenpolitischen     Beirat     des Bundesministers   für   Gesundheit,   Sport   und   Konsumentenschutz   in   Entsprechung   des   §   73   Abs.   1   GewO   1994   und   des   §   8   der Verordnung   des   Bundesministers   für   wirtschaftliche   Angelegenheiten   in   der   Fassung   1994   über   die   Ausübungsvorschriften   für   das Reisebürogewerbe   (nunmehr   §   6,   gem.   BGBl.   II   Nr.   401/98).Das   Reisebüro   kann   als   Vermittler   (Abschnitt   A)   und/oder   als   Veranstalter (Abschnitt   B)   auftreten.Der   Vermittler   übernimmt   die   Verpflichtung,   sich   um   die   Besorgung   eines   Anspruchs   auf   Leistungen   anderer (Veranstalter,    Transportunternehmen,    Hotelier    usw.)    zu    bemühen.    Veranstalter    ist    das    Unternehmen,    das    entweder    mehrere touristische   Leistungen   zu   einem   Pauschalpreis   anbietet   (Pauschalreise/Reiseveranstaltung)   oder   einzelne   touristische   Leistungen als   Eigenleistungen   zu   erbringen   versprichtund   dazu   im   allgemeinen   eigene   Prospekte,   Ausschreibungen   usw.   zur   Verfügung   stellt. Ein   Unternehmen,   das   als   Reiseveranstalter   auftritt,   kann   auch   als   Vermittler   tätig   werden,   wenn   Fremdleistungen   vermittelt   werden (z.   B.   fakultativer   Ausflug   am   Urlaubsort),   sofern   es   auf   diese   Vermittlerfunktion   hinweist.   Die   nachstehenden   Bedingungen   stellen jenen      Vertragstext   dar,   zu   dem   üblicherweise   Reisebüros   als   Vermittler   (Abschnitt   A)   oder   als      Veranstalter   (Abschnitt   B)   mit   ihren Kunden/Reisenden    (Anm.:    im    Sinne    des    KSchG)        Verträge    abschließen.    Die    besonderen    Bedingungen    -    der    vermittelten Reiseveranstalter,   -   der   vermittelten   Transportunternehmungen   (z.B.   Bahn,   Bus,   Flugzeug   u.   Schiff)   und   -   der   anderen   vermittelten Leistungsträger   gehen   vor.   A.   DAS   REISEBÜRO   ALS   VERMITTLER   Die   nachstehenden   Bedingungen   sind   Grundlagen   des   Vertrages     (Geschäftsbesorgungsvertrag), den Kunden mit einem Vermittler schließen. 1.   Buchung/Vertragsabschluss   Die   Buchung   kann   schriftlich   oder   (fern)mündlich   erfolgen.   (Fern-)mündliche   Buchungen      sollten   vom Reisebüro   umgehend   schriftlich   bestätigt   werden.   Reisebüros   sollen      Buchungsscheine   verwenden,   die   alle   wesentlichen   Angaben über   die   Bestellung   des      Kunden   unter   Hinweis   auf   die   der   Buchung   zugrundeliegende   Reiseausschreibung   (Katalog,      Prospekt   usw.) aufweisen.   Der   Vermittler   hat   im   Hinblick   auf   seine   eigene   Leistung   und   auf      die   von   ihm   vermittelte   Leistung   des   Veranstalters entsprechend     §     6     der     Ausübungsvorschriften     für     das     Reisebürogewerbe     auf     die          gegenständlichen     ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN   hinzuweisen,   auf   davon      abweichende   Reisebedingungen   nachweislich   aufmerksam   zu   machen   und   sie   in diesem          Fall     vor     Vertragsabschluß     auszuhändigen.     Soweit     Leistungen     ausländischer     Unternehmer          (Leistungsträger, Reiseveranstalter)   vermittelt   werden,   kann   auch   ausländisches   Recht   zur   Anwendung   gelangen.   Derjenige,   der   für   sich   oder   für Dritte   eine      Buchung   vornimmt,   gilt   damit   als   Auftraggeber   und   übernimmt   mangels   anderweitiger      Erklärung   die   Verpflichtungen aus   der   Auftragserteilung   gegenüber   dem   Reisebüro      (Zahlungen,   Rücktritt   vom   Vertrag   usw.).   Bei   der   Buchung   kann   das   Reisebüro eine        Bearbeitungsgebühr    und    eine    (Mindest)    Anzahlung    verlangen.    Die    Restzahlung    sowie    der        Ersatz    von    Barauslagen (Telefonspesen,   Fernschreibkosten   usw.)   sind   beim   Aushändigen      der   Reisedokumente   (dazu   gehören   nicht   Personaldokumente) des   jeweiligen   Veranstalters      oder   Leistungsträgers   beim   Reisebüro   fällig.   Reiseunternehmungen,   die   Buchungen      entgegennehmen, sind    verpflichtet,    dem    Reisenden    bei    oder    unverzüglich    nach        Vertragsabschluß    eine    Bestätigung    über    den    Reisevertrag (Reisebestätigung) zu  übermitteln. 2. Informationen und sonstige Nebenleistungen 2.1.   Informationen   über   Pass-,   Visa-,   Devisen-,   Zoll-   und   gesundheitspolizeiliche   Vorschriften   Als   bekannt   wird   vorausgesetzt,   dass für   Reisen   ins   Ausland   in   der   Regel   ein   gültiger      Reisepass   erforderlich   ist.   Das   Reisebüro   hat   den   Kunden   über   die   jeweiligen darüber      hinausgehenden   ausländischen   Pass-,   Visa-   und   gesundheitspolizeilichen   Einreisevorschriften   sowie   auf   Anfrage   über Devisen-   und   Zollvorschriften   zu   informieren,      soweit   diese   in   Österreich   in   Erfahrung   gebracht   werden   können.   Im   übrigen   ist   der Kunde      für   die   Einhaltung   dieser   Vorschriften   selbst   verantwortlich.   Nach   Möglichkeit   übernimmt   das      Reisebüro   gegen   Entgelt   die Besorgung   eines   allenfalls   erforderlichen   Visums.   Auf   Anfrage      erteilt   das   Reisebüro   nach   Möglichkeit   Auskunft   über   besondere Vorschriften für Ausländer,  Staatenlose sowie Inhaber von Doppelstaatsbürgerschaften. 2.2.   Informationen   über   die   Reiseleistung   Das   Reisebüro   ist   verpflichtet,   die   zu   vermittelnde   Leistung   des   Reiseveranstalters   oder     Leistungsträgers   unter   Bedachtnahme   auf   die   Besonderheiten   des   jeweils   vermittelten      Vertrages   und   auf   die   Gegebenheiten   des jeweiligen Ziellandes bzw. Zielortes nach bestem  Wissen darzustellen. 3.   Rechtsstellung   und   Haftung   Die   Haftung   des   Reisebüros   erstreckt   sich   auf   -   die   sorgfältige   Auswahl   des   jeweiligen   Veranstalters bzw.    Leistungsträgers    sowie    die        sorgfältige    Auswertung    von    gewonnenen    Erfahrungen;    -    die    einwandfreie    Besorgung    von Leistungen   einschließlich   einer   entsprechenden      Information   des   Kunden   und   Ausfolgung   der   Reisedokumente;   -   die   nachweisliche Weiterleitung   von   Anzeigen,   Willenserklärungen   und   Zahlungen      zwischen   Kunden   und   vermitteltem   Unternehmen   und   umgekehrt (wie   z.   B.   von   Änderungen      der   vereinbarten   Leistung   und   des   vereinbarten   Preises,   Rücktrittserklärungen,      Reklamationen).   Das Reisebüro   haftet   nicht   für   die   Erbringung   der   von   ihm   vermittelten   bzw.   besorgten   Leistung.   Das   Reiseunternehmen   hat   dem Kunden   mit   der      Reisebestätigung   den   Firmenwortlaut   (Produktname),   die   Anschrift   des   Reiseveranstalters      und   gegebenenfalls eines   Versicherers   unter   einem   bekanntzugeben,   sofern   sich   diese      Angaben   nicht   schon   im   Prospekt,   Katalog   oder   sonstigen detaillierten Werbeunterlagen  finden. Unterlässt es dies, so haftet es dem Kunden als Veranstalter bzw. Leistungsträger. 4.   Leistungsstörungen   Verletzt   das   Reisebüro   die   ihm   aus   dem   Vertragsverhältnis   obliegenden   Pflichten,   so   ist   es      dem   Kunden   zum Ersatz   des   daraus   entstandenen   Schadens   verpflichtet,   wenn   es   nicht      beweist,   dass   ihm   weder   Vorsatz   noch   grobe   Fahrlässigkeit zur   Last   fallen.   Für      Vertragsverletzungen   auf   Grund   minderen   Verschuldens   ist   das   Reisebüro   dem   Kunden   zum      Ersatz   eines daraus   entstandenen   Schadens   bis   zur   Höhe   der   Provision   des   vermittelten      Geschäftes   verpflichtet.   B.   DAS   REISEBÜRO   ALS VERANSTALTER    Die    nachstehenden    Bedingungen    sind    Grundlagen    des    Vertrages    -    in    der    Folge    Reisevertrag        genannt    -,    den Buchenden   mit   einem   Veranstalter   entweder   direkt   oder   unter      Inanspruchnahme   eines   Vermittlers   schließen.   Für   den   Fall   des Direktabschlusses    treffen        den    Veranstalter    die    Vermittlerpflichten    sinngemäß.    Der    Veranstalter    anerkennt    grundsätzlich        die gegenständlichen   ALLGEMEINEN   REISEBEDIN-GUNGEN,   Abweichungen   sind   in   allen      seinen   detaillierten   Werbeunterlagen   gemäß   § 6 der Ausübungsvorschriften ersichtlich  gemacht. 1.   Buchung/Vertragsabschluß   Der   Reisevertrag   kommt   zwischen   dem   Buchenden   und   dem   Veranstalter   dann   zustande,      wenn Übereinstimmung   über   die   wesentlichen   Vertragsbestandteile   (Preis,   Leistung   und      Termin)   besteht.   Dadurch   ergeben   sich   Rechte und Pflichten für den Kunden. 2.   Wechsel   in   der   Person   des   Reiseteilnehmers   Ein   Wechsel   in   der   Person   des   Reisenden   ist   dann   möglich,   wenn   die   Ersatzperson alle  Bedingungen für die Teilnahme erfüllt und kann auf zwei Arten erfolgen. 2.1.   Abtretung   des   Anspruchs   auf   Reiseleistung   Die   Verpflichtungen   des   Buchenden   aus   dem   Reisevertrag   bleiben   aufrecht,   wenn   er alle      oder   einzelne   Ansprüche   aus   diesem   Vertrag   an   einen   Dritten   abtritt.   In   diesem   Fall   trägt   der      Buchende   die   sich   daraus ergebenden Mehrkosten. 2.2.     Übertragung     der     Reiseveranstaltung     Ist     der     Kunde     gehindert,     die     Reiseveranstaltung     anzutreten,     so     kann     er     das       Vertragsverhältnis   auf   eine   andere   Person   übertragen.   Die   Übertragung   ist   dem   Veranstalter      entweder   direkt   oder   im   Wege   des Vermittlers   binnen   einer   angemessenen   Frist   vor   dem      Abreisetermin   mitzuteilen.   Der   Reiseveranstalter   kann   eine   konkrete   Frist vorweg      bekanntgeben.   Der   Überträger   und   der   Erwerber   haften   für   das   noch   unbeglichene   Entgelt      sowie   gegebenenfalls   für   die durch die Übertragung entstandenen Mehrkosten zu ungeteilter  Hand. 3.   Vertragsinhalt,   Informationen   und   sonstige   Nebenleistungen   Über   die   auch   den   Vermittler   treffenden   Informationspflichten (nämlich    Informationen    über        Pass-,    Visa-,    Devisen,    Zoll-    und    gesundheitspolizeiliche    Einreisevorschriften)    hinaus    hat    der Veranstalter   in   ausreichender   Weise   über   die   von   ihm   angebotene   Leistung      zu   informieren.   Die   Leistungsbeschreibungen   im   zum Zeitpunkt   der   Buchung   gültigen      Katalog   bzw.   Prospekt   sowie   die   weiteren   darin   enthaltenen   Informationen   sind   Gegenstand      des Reisevertrages,   es   sei   denn,   dass   bei   der   Buchung   anderslautende   Vereinbarungen      getroffen   wurden.   Es   wird   aber   empfohlen, derartige Vereinbarungen unbedingt schriftlich  festzuhalten. 4.   Reisen   mit   besonderen   Risken   Bei   Reisen   mit   besonderen   Risken   (z.B.   Expeditionscharakter)   haftet   der   Veranstalter   nicht      für   die Folgen,   die   sich   im   Zuge   des   Eintrittes   der   Risken   ergeben,   wenn   dies   außerhalb   seines   Pflichtenbereiches   geschieht.   Unberührt bleibt    die    Verpflichtung    des        Reiseveranstalters,    die    Reise    sorgfältig    vorzubereiten    und    die    mit    der    Erbringung    der    einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen und Unternehmen sorgfältig  auszuwählen. 5. Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen 5.1.   Gewährleistung   Der   Kunde   hat   bei   nicht   oder   mangelhaft   erbrachter   Leistung   einen      Gewährleistungsanspruch.   Der   Kunde erklärt   sich   damit   einverstanden,   dass   ihm   der      Veranstalter   an   Stelle   seines   Anspruches   auf   Wandlung   oder   Preisminderung   in     angemessener   Frist   eine   mangelfreie   Leistung   erbringt   oder   die   mangelhafte   Leistung      verbessert.   Abhilfe   kann   in   der   Weise erfolgen,    dass    der    Mangel    behoben    wird    oder    eine        gleich-    oder    höherwertige    Ersatzleistung,    die    auch    die    ausdrückliche Zustimmung des  Kunden findet, erbracht wird. 5.2.   Schadenersatz   Verletzen   der   Veranstalter   oder   seine   Gehilfen   schuldhaft   die   dem   Veranstalter   aus   dem      Vertragsverhältnis obliegenden    Pflichten,    so    ist    dieser    dem    Kunden    zum    Ersatz    des    daraus        entstandenen    Schadens    verpflichtet.    Soweit    der Reiseveranstalter    für    andere    Personen    als        seine    Angestellten    einzustehen    hat,    haftet    er    -    ausgenommen    in    Fällen    eines      Personenschadens   -   nur,   wenn   er   nicht   beweist,   dass   diese   weder   Vorsatz   noch   grobe      Fahrlässigkeit   treffen.   Außer   bei   Vorsatz   und grober   Fahrlässigkeit   trifft   den      Reiseveranstalter   keine   Haftung   für   Gegenstände,   die   üblicherweise   nicht   mitgenommen      werden, außer    er    hat    diese    in    Kenntnis    der    Umstände    in    Verwahrung    genommen.    Es    wird        daher    dem    Kunden    empfohlen,    keine Gegenstände   besonderen   Werts   mitzunehmen.      Weiters   wird   empfohlen,      die   mitgenommenen   Gegenstände   ordnungsgemäß   zu verwahren. 5.3.   Mitteilung   von   Mängeln   Der   Kunde   hat   jeden   Mangel   der   Erfüllung   des   Vertrages,   den   er   während   der   Reise      feststellt, unverzüglich   einem   Repräsentanten   des   Veranstalters   mitzuteilen.   Dies   setzt      voraus,   dass   ihm   ein   solcher   bekanntgegeben   wurde und   dieser   an   Ort   und   Stelle   ohne      nennenswerte   Mühe   erreichbar   ist.   Die   Unterlassung   dieser   Mitteilung   ändert   nichts   an   den     unter   5.1.   beschriebenen   Gewährleistungsansprüchen   des   Kunden.   Sie   kann   ihm   aber   als      Mitverschulden   angerechnet   werden   und insofern      seine   eventuellen      Schadenersatzansprüche   schmälern.   Der   Veranstalter   muss   den   Kunden   aber   schriftlich      entweder direkt   oder   im   Wege   des   Vermittlers   auf   diese   Mitteilungspflicht   hingewiesen      haben.   Ebenso   muss   der   Kunde   gleichzeitig   darüber aufgeklärt   worden   sein,   dass   eine      Unterlassung   der   Mitteilung   seine   Gewährleistungsansprüche   nicht   berührt,   sie   allerdings   als     Mitverschulden   angerechnet   werden   kann.   Gegebenenfalls   empfiehlt   es   sich,   in      Ermangelung   eines   örtlichen   Repräsentanten entweder   den   jeweiligen   Leistungsträger   (z.   B.      Hotel,   Fluggesellschaft)   oder   direkt   den   Veranstalter   über   Mängel   zu   informieren   und Abhilfe  zu verlangen. 5.4.   Haftungsrechtliche   Sondergesetze   Der   Veranstalter   haftet   bei   Flugreisen   unter   anderem   nach   dem   Warschauer   Abkommen   und     seinem Zusatzabkommen, bei Bahn- und Busreisen nach dem Eisenbahn- und  Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz. 6.    Geltendmachung    von    allfälligen    Ansprüchen    Um    die    Geltendmachung    von    Ansprüchen    zu    erleichtern,    wird    dem    Kunden empfohlen,   sich      über   die   Nichterbringung   oder   mangelhafte   Erbringung   von   Leistungen   schriftliche      Bestätigungen   geben   zu   lassen bzw.   Belege,   Beweise,   Zeugen   zu   sichern.      Gewährleistungsansprüche   von   Verbrauchern   können   innerhalb   von   2   Jahren   geltend     gemacht   werden.   Schadenersatzansprüche   verjähren   nach   3   Jahren.   Es   empfiehlt   sich   im      Interesse   des   Reisenden,   Ansprüche unverzüglich   nach   Rückkehr   von   der   Reise   direkt   beim      Veranstalter   oder   im   Wege   des   vermittelnden   Reisebüros   geltend   zu machen, da mit zunehmender Verzögerung mit Beweisschwierigkeiten zu  rechnen ist. 7. Rücktritt vom Vertrag 7.1. Rücktritt des Kunden vor Antritt der Reise a)   Rücktritt   ohne   Stornogebühr   Abgesehen   von   den   gesetzlich   eingeräumten   Rücktrittsrechten   kann   der   Kunde,   ohne   dass      der Veranstalter   gegen   ihn   Ansprüche   hat,   in   folgenden,   vor   Beginn   der   Leistung      eintretenden   Fällen   zurücktreten:      Wenn   wesentliche Bestandteile   des   Vertrages,   zu   denen   auch   der   Reisepreis   zählt   erheblich      geändert   werden.   In   jedem   Fall   ist   die   Vereitelung   des bedungenen   Zwecks   bzw.   Charakters   der   Reiseveranstaltung,   sowie   eine   gemäß   Abschnitt   8.1.   vorgenommene      Erhöhung   des vereinbarten   Reisepreises   um   mehr   als   10   Prozent   eine   derartige      Vertragsänderung.   Der   Veranstalter   ist   verpflichtet,   entweder direkt   oder   im   Wege   des   vermittelnden   Reisebüros   dem   Kunden   die   Vertragsänderung   unverzüglich   zu      erklären   und   ihn   dabei   über die   bestehende   Wahlmöglichkeit   entweder   die   Vertragsänderung      zu   akzeptieren   oder   vom   Vertrag   zurückzutreten,   zu   belehren;   der Kunde   hat   sein   Wahlrecht      unverzüglich   auszuüben.   Sofern   den   Veranstalter   ein   Verschulden   am   Eintritt   des   den      Kunden   zum Rücktritt berechtigenden Ereignisses trifft, ist der Veranstalter diesem  gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet. b)   Anspruch   auf   Ersatzleistung   Der   Kunde   kann,   wenn   er   von   den   Rücktrittsmöglichkeiten   laut   lit.   a   nicht   Gebrauch   macht      und   bei Stornierung   des   Reiseveranstalters   ohne   Verschulden   des   Kunden,   an   Stelle   der      Rückabwicklung   des   Vertrages   dessen   Erfüllung durch   die   Teilnahme   an   einer      gleichwertigen   anderen   Reiseveranstaltung   verlangen,   sofern   der   Veranstalter   zur      Erbringung   dieser Leistung   in   der   Lage   ist.   Neben   dem   Anspruch   auf   ein   Wahlrecht   steht      dem   Kunden   auch   ein   Anspruch   auf   Schadenersatz   wegen Nichterfüllung des Vertrages zu,  sofern nicht die Fälle des 7.2. zum Tragen kommen. c)   Rücktritt   mit   Stornogebühr   Die   Stornogebühr   steht   in   einem   prozentuellen   Verhältnis   zum   Reisepreis   und   richtet   sich      bezüglich der   Höhe   nach   dem   Zeitpunkt   der   Rücktrittserklärung   und   der   jeweiligen   Reiseart.      Als   Reisepreis   bzw.   Pauschalpreis   ist   der Gesamtpreis   der   vertraglich   vereinbarten   Leistung      zu   verstehen.   Der   Kunde   ist   in   allen   nicht   unter   lit.   a   genannten   Fällen   gegen Entrichtung      einer   Stornogebühr   berechtigt,   vom   Vertrag   zurückzutreten.   Im   Falle   der   Unangemessenheit      der   Stornogebühr   kann diese vom Gericht gemäßigt werden. Je nach Reiseart ergeben sich  pro Person folgende Stornosätze: 1. Sonderflüge (Charter), Gruppen-IT (Gruppenpauschalreisen im Linienverkehr),   Autobusgesellschaftsreisen (Mehrtagesfahrten) bis 30. Tag vor Reiseantritt...................................10% ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt..........................25% ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt..........................50% ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt.............................65% ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt..............85% des Reisepreises. 2. Einzel-IT (individuelle Pauschalreisen im Linienverkehr), Bahngesellschaftsreisen  (ausgenommen Sonderzüge) bis 30. Tag vor Reiseantritt...................................10% ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt..........................15% ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt..........................20% ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt.............................30% ab   dem   3.   Tag   (72   Stunden)   vor   Reiseantritt..............45%   des   Reisepreises.   Für   Hotelunterkünfte,   Ferienwohnungen,   Schiffsreisen, Bus-Eintagesfahrten,     Sonderzüge          und     Linienflugreisen     zu     Sondertarifen     gelten     besondere     Bedingungen.     Diese     sind     im       Detailprogramm    anzuführen.    Rücktrittserklärung    Beim    Rücktritt    vom    Vertrag    ist    zu    beachten:    Der    Kunde    (Auftraggeber)    kann jederzeit   dem   Reisebüro,   bei   dem   die   Reise   gebucht   wurde,      mitteilen,   dass   er   vom   Vertrag   zurücktritt.   Bei   einer   Stornierung empfiehlt   es   sich,   dies   -   mittels   eingeschriebenen   Briefes   oder   -   persönlich   mit   gleichzeitiger   schriftlicher   Erklärung   zu   tun.   d)   No- show   No-show   liegt   vor,   wenn   der   Kunde   der   Abreise   fernbleibt,   weil   es   ihm   am   Reisewillen      mangelt   oder   wenn   er   die   Abreise wegen   einer   ihm   unterlaufenen   Fahrlässigkeit   oder   wegen      eines   ihm   widerfahrenen   Zufalls   versäumt.   Ist   weiters   klargestellt,   dass der   Kunde   die      verbleibende   Reiseleistung   nicht   mehr   in   Anspruch   nehmen   kann   oder   will,   hat   er   bei      Reisearten   laut   lit.   c   1. (Sonderflüge,   usw.)   85   Prozent,   bei   den   Reisearten   laut   lit.   c   2.      (Einzel-IT,   usw.)   45   Prozent   des   Reisepreises   zu   bezahlen.   Im   Falle   der Unangemessenheit        der    obgenannten    Sätze    können    diese    vom    Gericht    im    Einzelfall    gemäßigt    werden.    7.2.    Rücktritt    des Veranstalters   vor   Antritt   der   Reise   a)   Der   Veranstalter   wird   von   der   Vertragserfüllung   befreit,   wenn   eine   in   der   Ausschreibung      von vornherein    bestimmte    Mindestteilnehmerzahl    nicht    erreicht    wird    und    dem    Kunden    die        Stornierung    innerhalb    der    in    der Beschreibung   der   Reiseveranstaltung   angegebenen   oder      folgenden   Fristen   schriftlich   mitgeteilt   wurde:   -   bis   zum   20.   Tag   vor Reiseantritt   bei   Reisen   von   mehr   als   6   Tagen,   -   bis   zum   7.   Tag   vor   Reiseantritt   bei   Reisen   von   2   bis   6   Tagen,   -   bis   48   Stunden   vor Reiseantritt    bei    Tagesfahrten.    Trifft    den    Veranstalter    an    der    Nichterreichung    der    Mindestteilnehmerzahl    ein    über    die    leichte      Fahrlässigkeit   hinausgehendes   Verschulden,   kann   der   Kunde   Schadenersatz   verlangen;   dieser   ist   mit   der   Höhe   der   Stornogebühr pauschaliert.   Die   Geltendmachung      eines   diesen   Betrag   übersteigenden   Schadens   wird   nicht   ausgeschlossen.   b)   Die   Stornierung erfolgt   auf   Grund   höherer   Gewalt,   d.h.   auf   Grund   ungewöhnlicher   und      unvorhersehbarer   Ereignisse,   auf   die   derjenige,   der   sich   auf höhere   Gewalt   beruft,   keinen      Einfluss   hat   und   deren   Folgen   trotz   Anwendung   der   gebotenen   Sorgfalt   nicht   hätten      vermieden werden   können.   Hiezu   zählt   jedoch   nicht   die   Überbuchung,   wohl   aber   staatliche      Anordnungen,   Streiks,   Krieg   oder   kriegsähnliche Zustände,   Epidemien,   Naturkatastrophen      usw.   c)   In   den   Fällen   a)   und   b)   erhält   der   Kunde   den   eingezahlten   Betrag   zurück.   Das Wahlrecht      gemäß   7.1.b,   1.   Absatz   steht   im   zu.   7.3.   Rücktritt   des   Veranstalters   nach   Antritt   der   Reise   Der   Veranstalter   wird   von   der Vertragserfüllung    dann    befreit,    wenn    der    Kunde    im    Rahmen        einer    Gruppenreise    die    Durchführung    der    Reise    durch    grob ungebührliches   Verhalten,   ungeachtet   einer   Abmahnung,   nachhaltig   stört.   In   diesem   Fall   ist   der   Kunde,      sofern   ihn   ein   Verschulden trifft,   dem   Veranstalter   gegenüber   zum   Ersatz   des   Schadens      verpflichtet.   8.   Änderungen   des   Vertrages   8.1.   Preisänderungen   Der Veranstalter   behält   sich   vor,   den   mit   der   Buchung   bestätigten   Reisepreis   aus   Gründen,      die   nicht   von   seinem   Willen   abhängig   sind, zu   erhöhen,   sofern   der   Reisetermin   mehr   als      zwei   Monate   nach   dem   Vertragsabschluß   liegt.   Derartige   Gründe   sind   ausschließlich die      Änderung   der   Beförderungskosten   -   etwa   der   Treibstoffkosten   –   der   Abgaben   für   bestimmte      Leistungen,   wie   Landegebühren, Ein-    oder    Ausschiffungsgebühren    in    Häfen    und        entsprechende    Gebühren    auf    Flughäfen    oder    die    für    die    betreffende Reiseveranstaltung        anzuwendenden    Wechselkurse.    Bei    einer    Preissenkung    aus    diesen    Gründen    ist    diese    an        den    Reisenden weiterzugeben.   Innerhalb   der   Zweimonatsfrist   können   Preiserhöhungen   nur      dann   vorgenommen   werden,   wenn   die   Gründe   hiefür bei   der   Buchung   im   einzelnen      ausgehandelt   und   am   Buchungsschein   vermerkt   wurden.   Ab   dem   20.   Tag   vor   dem   Abreisetermin   gibt es   keine   Preisänderung.   Eine   Preisänderung   ist   nur   dann   zulässig,   wenn   bei   Vorliegen   der   vereinbarten   Voraussetzungen   auch   eine genaue   Angabe   zur   Berechnung   des   neuen   Preises   vorgesehen   ist.   Dem   Kunden   sind   Preisänderungen   und   deren   Umstände unverzüglich   zu   erklären.   Bei   Änderungen   des   Reisepreises   um   mehr   als   10   Prozent   ist   ein   Rücktritt   des   Kunden   vom   Vertrag   ohne Stornogebühr   jedenfalls   möglich   (siehe   Abschnitt   7.1.a.).8.2.   Leistungsänderungen   nach   Antritt   der   Reise-   Bei   Änderungen,   die   der Veranstalter   zu   vertreten   hat,   gelten   jene   Regelungen,   wie   sie   in   Abschnitt   5   (Rechtsgrundlagen   bei   Leistungsstörungen)   dargestellt sind.   -   Ergibt   sich   nach   der   Abreise,   dass   ein   erheblicher   Teil   der   vertraglich   vereinbarten   Leistungen   nicht   erbracht   wird   oder   nicht erbracht    werden    kann,    so    hat    der    Veranstalterohne    zusätzliches    Entgelt    angemessene    Vorkehrungen    zu    treffen,    damit    die Reiseveranstaltung   weiter   durchgeführt   werden   kann.   Können   solche   Vorkehrungen   nicht   getroffen   werden   oder   werden   sie   vom Kunden    aus    triftigen    Gründen    nicht    akzeptiert,    so    hat    der    Veranstalter    ohne    zusätzliches    Entgelt    gegebenenfalls    für    eine gleichwertige   Möglichkeit   zu   sorgen,   mit   der   der   Kunde   zum   Ort   der   Abreise   oder   an   einen   anderen   mit   ihm   vereinbarten   Ort befördert   wird.   Im   übrigen   ist   der   Veranstalter   verpflichtet,   bei   Nichterfüllung   oder   mangelhafter   Erfüllung   des   Vertrages   dem Kunden   zur   Überwindung   von   Schwierigkeiten   nach   Kräften   Hilfe   zu   leisten.9.   Auskunftserteilung   an   DritteAuskünfte   über   die Namen   der   Reiseteilnehmer   und   die   Aufenthaltsorte   von   Reisenden   werden   an   dritte   Personen   auch   in   dringenden   Fällen   nicht erteilt,   es   sei   denn,   der   Reisende   hat   eine   Auskunftserteilung   ausdrücklich   gewünscht.   Die   durch   die   Übermittlung   dringender Nachrichten   entstehenden   Kosten   gehen   zu   Lasten   des   Kunden.   Es   wird   daher   den   Reiseteilnehmern   empfohlen,   ihren   Angehörigen die   genaue   Urlaubsanschrift   bekanntzugeben.10.   AllgemeinesDie   unter   B   angeführten   Abschnitte   7.1.   lit.   c,   vormals   lit.b   (Rücktritt), 7.1.   lit   d,   vormals   lit.   c   (No-show)   sowie   8.1.   (Preisänderungen)   sind   als   unverbindliche   Verbandsempfehlung   unter   1   Kt   718/91-3   und sind nunmehr als solche unter 25 Kt 793/96-3 im Kartellregister eingetragen
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Allgemeine     Reisebedingungen     (ARB     1992)Anpassung     an     die     Novelle     zum Konsumentenschutzgesetz    BGBl.    247/93    und    an    das    Gewährleistungsrechts- Änderungsgesetz,        BGBI.        I        Nr.        48/2001Gemeinsam        beraten        im Konsumentenpolitischen   Beirat   des   Bundesministers   für   Gesundheit,   Sport   und Konsumentenschutz   in   Entsprechung   des   §   73   Abs.   1   GewO   1994   und   des   §   8 der   Verordnung   des   Bundesministers   für   wirtschaftliche   Angelegenheiten   in   der Fassung    1994    über    die    Ausübungsvorschriften    für    das    Reisebürogewerbe (nunmehr    §    6,    gem.    BGBl.    II    Nr.    401/98).Das    Reisebüro    kann    als    Vermittler (Abschnitt   A)   und/oder   als   Veranstalter   (Abschnitt   B)   auftreten.Der   Vermittler übernimmt    die    Verpflichtung,    sich    um    die    Besorgung    eines    Anspruchs    auf Leistungen    anderer    (Veranstalter,    Transportunternehmen,    Hotelier    usw.)    zu bemühen.     Veranstalter     ist     das     Unternehmen,     das     entweder     mehrere touristische           Leistungen           zu           einem           Pauschalpreis           anbietet (Pauschalreise/Reiseveranstaltung)    oder    einzelne    touristische    Leistungen    als Eigenleistungen     zu     erbringen     versprichtund     dazu     im     allgemeinen     eigene Prospekte,   Ausschreibungen   usw.   zur   Verfügung   stellt.   Ein   Unternehmen,   das als    Reiseveranstalter    auftritt,    kann    auch    als    Vermittler    tätig    werden,    wenn Fremdleistungen   vermittelt   werden   (z.   B.   fakultativer   Ausflug   am   Urlaubsort), sofern      es      auf      diese      Vermittlerfunktion      hinweist.      Die      nachstehenden Bedingungen   stellen   jenen      Vertragstext   dar,   zu   dem   üblicherweise   Reisebüros als    Vermittler    (Abschnitt    A)    oder    als        Veranstalter    (Abschnitt    B)    mit    ihren Kunden/Reisenden    (Anm.:    im    Sinne    des    KSchG)        Verträge    abschließen.    Die besonderen      Bedingungen      -      der      vermittelten      Reiseveranstalter,      -      der vermittelten   Transportunternehmungen   (z.B.   Bahn,   Bus,   Flugzeug   u.   Schiff)   und -   der   anderen   vermittelten   Leistungsträger   gehen   vor.   A.   DAS   REISEBÜRO   ALS VERMITTLER   Die   nachstehenden   Bedingungen   sind   Grundlagen   des   Vertrages     (Geschäftsbesorgungsvertrag),   den   Kunden   mit   einem   Vermittler   schließen.   1. Buchung/Vertragsabschluss   Die   Buchung   kann   schriftlich   oder   (fern)mündlich erfolgen.    (Fern-)mündliche    Buchungen        sollten    vom    Reisebüro    umgehend schriftlich   bestätigt   werden.   Reisebüros   sollen      Buchungsscheine   verwenden, die   alle   wesentlichen   Angaben   über   die   Bestellung   des      Kunden   unter   Hinweis auf   die   der   Buchung   zugrundeliegende   Reiseausschreibung   (Katalog,      Prospekt usw.)   aufweisen.   Der   Vermittler   hat   im   Hinblick   auf   seine   eigene   Leistung   und auf      die   von   ihm   vermittelte   Leistung   des   Veranstalters   entsprechend   §   6   der Ausübungsvorschriften   für   das   Reisebürogewerbe   auf   die      gegenständlichen ALLGEMEINEN    REISEBEDINGUNGEN    hinzuweisen,    auf    davon        abweichende Reisebedingungen   nachweislich   aufmerksam   zu   machen   und   sie   in   diesem      Fall vor      Vertragsabschluß      auszuhändigen.      Soweit      Leistungen      ausländischer Unternehmer      (Leistungsträger,   Reiseveranstalter)   vermittelt   werden,   kann   auch ausländisches   Recht   zur   Anwendung   gelangen.   Derjenige,   der   für   sich   oder   für Dritte   eine      Buchung   vornimmt,   gilt   damit   als   Auftraggeber   und   übernimmt mangels   anderweitiger      Erklärung   die   Verpflichtungen   aus   der   Auftragserteilung gegenüber   dem   Reisebüro      (Zahlungen,   Rücktritt   vom   Vertrag   usw.).   Bei   der Buchung    kann    das    Reisebüro    eine        Bearbeitungsgebühr    und    eine    (Mindest) Anzahlung    verlangen.    Die    Restzahlung    sowie    der        Ersatz    von    Barauslagen (Telefonspesen,     Fernschreibkosten     usw.)     sind     beim     Aushändigen          der Reisedokumente    (dazu    gehören    nicht    Personaldokumente)    des    jeweiligen Veranstalters                  oder         Leistungsträgers         beim         Reisebüro         fällig. Reiseunternehmungen,    die    Buchungen        entgegennehmen,    sind    verpflichtet, dem   Reisenden   bei   oder   unverzüglich   nach      Vertragsabschluß   eine   Bestätigung über   den   Reisevertrag   (Reisebestätigung)   zu      übermitteln.   2.   Informationen   und sonstige   Nebenleistungen   2.1.   Informationen   über   Pass-,   Visa-,   Devisen-,   Zoll- und   gesundheitspolizeiliche   Vorschriften   Als   bekannt   wird   vorausgesetzt,   dass für   Reisen   ins   Ausland   in   der   Regel   ein   gültiger      Reisepass   erforderlich   ist.   Das Reisebüro    hat    den    Kunden    über    die    jeweiligen    darüber        hinausgehenden ausländischen    Pass-,    Visa-    und    gesundheitspolizeilichen    Einreisevorschriften sowie   auf   Anfrage   über   Devisen-   und   Zollvorschriften   zu   informieren,      soweit diese   in   Österreich   in   Erfahrung   gebracht   werden   können.   Im   übrigen   ist   der Kunde        für    die    Einhaltung    dieser    Vorschriften    selbst    verantwortlich.    Nach Möglichkeit    übernimmt    das        Reisebüro    gegen    Entgelt    die    Besorgung    eines allenfalls    erforderlichen    Visums.    Auf    Anfrage        erteilt    das    Reisebüro    nach Möglichkeit   Auskunft   über   besondere   Vorschriften   für   Ausländer,      Staatenlose sowie    Inhaber    von    Doppelstaatsbürgerschaften.    2.2.    Informationen    über    die Reiseleistung   Das   Reisebüro   ist   verpflichtet,   die   zu   vermittelnde   Leistung   des Reiseveranstalters     oder          Leistungsträgers     unter     Bedachtnahme     auf     die Besonderheiten   des   jeweils   vermittelten      Vertrages   und   auf   die   Gegebenheiten des   jeweiligen   Ziellandes   bzw.   Zielortes   nach   bestem      Wissen   darzustellen.   3. Rechtsstellung   und   Haftung   Die   Haftung   des   Reisebüros   erstreckt   sich   auf   -   die sorgfältige   Auswahl   des   jeweiligen   Veranstalters   bzw.   Leistungsträgers   sowie   die     sorgfältige    Auswertung    von    gewonnenen    Erfahrungen;    -    die    einwandfreie Besorgung   von   Leistungen   einschließlich   einer   entsprechenden      Information des     Kunden     und     Ausfolgung     der     Reisedokumente;     -     die     nachweisliche Weiterleitung    von    Anzeigen,    Willenserklärungen    und    Zahlungen        zwischen Kunden     und     vermitteltem     Unternehmen     und     umgekehrt     (wie     z.     B.     von Änderungen          der     vereinbarten     Leistung     und     des     vereinbarten     Preises, Rücktrittserklärungen,        Reklamationen).    Das    Reisebüro    haftet    nicht    für    die Erbringung      der      von      ihm      vermittelten      bzw.      besorgten      Leistung.      Das Reiseunternehmen     hat     dem     Kunden     mit     der          Reisebestätigung     den Firmenwortlaut    (Produktname),    die    Anschrift    des    Reiseveranstalters        und gegebenenfalls   eines   Versicherers   unter   einem   bekanntzugeben,   sofern   sich diese      Angaben   nicht   schon   im   Prospekt,   Katalog   oder   sonstigen   detaillierten Werbeunterlagen        finden.    Unterlässt    es    dies,    so    haftet    es    dem    Kunden    als Veranstalter   bzw.   Leistungsträger.   4.   Leistungsstörungen   Verletzt   das   Reisebüro die    ihm    aus    dem    Vertragsverhältnis    obliegenden    Pflichten,    so    ist    es        dem Kunden   zum   Ersatz   des   daraus   entstandenen   Schadens   verpflichtet,   wenn   es nicht      beweist,   dass   ihm   weder   Vorsatz   noch   grobe   Fahrlässigkeit   zur   Last   fallen. Für      Vertragsverletzungen   auf   Grund   minderen   Verschuldens   ist   das   Reisebüro dem   Kunden   zum      Ersatz   eines   daraus   entstandenen   Schadens   bis   zur   Höhe   der Provision    des    vermittelten        Geschäftes    verpflichtet.    B.    DAS    REISEBÜRO    ALS VERANSTALTER     Die     nachstehenden     Bedingungen     sind     Grundlagen     des Vertrages   -   in   der   Folge   Reisevertrag      genannt   -,   den   Buchenden   mit   einem Veranstalter   entweder   direkt   oder   unter      Inanspruchnahme   eines   Vermittlers schließen.    Für    den    Fall    des    Direktabschlusses    treffen        den    Veranstalter    die Vermittlerpflichten   sinngemäß.   Der   Veranstalter   anerkennt   grundsätzlich      die gegenständlichen   ALLGEMEINEN   REISEBEDIN-GUNGEN,   Abweichungen   sind   in allen              seinen       detaillierten       Werbeunterlagen       gemäß       §       6       der Ausübungsvorschriften   ersichtlich      gemacht.   1.   Buchung/Vertragsabschluß   Der Reisevertrag    kommt    zwischen    dem    Buchenden    und    dem    Veranstalter    dann zustande,      wenn   Übereinstimmung   über   die   wesentlichen   Vertragsbestandteile (Preis,    Leistung    und        Termin)    besteht.    Dadurch    ergeben    sich    Rechte    und Pflichten   für   den   Kunden.   2.   Wechsel   in   der   Person   des   Reiseteilnehmers   Ein Wechsel   in   der   Person   des   Reisenden   ist   dann   möglich,   wenn   die   Ersatzperson alle      Bedingungen   für   die   Teilnahme   erfüllt   und   kann   auf   zwei   Arten   erfolgen. 2.1.    Abtretung    des    Anspruchs    auf    Reiseleistung    Die    Verpflichtungen    des Buchenden   aus   dem   Reisevertrag   bleiben   aufrecht,   wenn   er   alle      oder   einzelne Ansprüche   aus   diesem   Vertrag   an   einen   Dritten   abtritt.   In   diesem   Fall   trägt   der     Buchende    die    sich    daraus    ergebenden    Mehrkosten.    2.2.    Übertragung    der Reiseveranstaltung   Ist   der   Kunde   gehindert,   die   Reiseveranstaltung   anzutreten, so   kann   er   das      Vertragsverhältnis   auf   eine   andere   Person   übertragen.   Die Übertragung    ist    dem    Veranstalter        entweder    direkt    oder    im    Wege    des Vermittlers     binnen     einer     angemessenen     Frist     vor     dem          Abreisetermin mitzuteilen.      Der      Reiseveranstalter      kann      eine      konkrete      Frist      vorweg        bekanntgeben.     Der     Überträger     und     der     Erwerber     haften     für     das     noch unbeglichene    Entgelt        sowie    gegebenenfalls    für    die    durch    die    Übertragung entstandenen      Mehrkosten      zu      ungeteilter            Hand.      3.      Vertragsinhalt, Informationen    und    sonstige    Nebenleistungen    Über    die    auch    den    Vermittler treffenden    Informationspflichten    (nämlich    Informationen    über        Pass-,    Visa-, Devisen,   Zoll-   und   gesundheitspolizeiliche   Einreisevorschriften)   hinaus   hat   der Veranstalter   in   ausreichender   Weise   über   die   von   ihm   angebotene   Leistung      zu informieren.    Die    Leistungsbeschreibungen    im    zum    Zeitpunkt    der    Buchung gültigen          Katalog     bzw.     Prospekt     sowie     die     weiteren     darin     enthaltenen Informationen   sind   Gegenstand      des   Reisevertrages,   es   sei   denn,   dass   bei   der Buchung    anderslautende    Vereinbarungen        getroffen    wurden.    Es    wird    aber empfohlen,    derartige    Vereinbarungen    unbedingt    schriftlich        festzuhalten.    4. Reisen     mit     besonderen     Risken     Bei     Reisen     mit     besonderen     Risken     (z.B. Expeditionscharakter)   haftet   der   Veranstalter   nicht      für   die   Folgen,   die   sich   im Zuge     des     Eintrittes     der     Risken     ergeben,     wenn     dies     außerhalb     seines Pflichtenbereiches      geschieht.      Unberührt      bleibt      die      Verpflichtung      des        Reiseveranstalters,     die     Reise     sorgfältig     vorzubereiten     und     die     mit     der Erbringung      der      einzelnen      Reiseleistungen      beauftragten      Personen      und Unternehmen       sorgfältig              auszuwählen.       5.       Rechtsgrundlagen       bei Leistungsstörungen     5.1.     Gewährleistung     Der     Kunde     hat     bei     nicht     oder mangelhaft   erbrachter   Leistung   einen      Gewährleistungsanspruch.   Der   Kunde erklärt   sich   damit   einverstanden,   dass   ihm   der      Veranstalter   an   Stelle   seines Anspruches   auf   Wandlung   oder   Preisminderung   in      angemessener   Frist   eine mangelfreie    Leistung    erbringt    oder    die    mangelhafte    Leistung        verbessert. Abhilfe   kann   in   der   Weise   erfolgen,   dass   der   Mangel   behoben   wird   oder   eine     gleich-      oder      höherwertige      Ersatzleistung,      die      auch      die      ausdrückliche Zustimmung   des      Kunden   findet,   erbracht   wird.   5.2.   Schadenersatz   Verletzen der   Veranstalter   oder   seine   Gehilfen   schuldhaft   die   dem   Veranstalter   aus   dem     Vertragsverhältnis   obliegenden   Pflichten,   so   ist   dieser   dem   Kunden   zum   Ersatz des   daraus      entstandenen   Schadens   verpflichtet.   Soweit   der   Reiseveranstalter für    andere    Personen    als        seine    Angestellten    einzustehen    hat,    haftet    er    - ausgenommen   in   Fällen   eines      Personenschadens   -   nur,   wenn   er   nicht   beweist, dass   diese   weder   Vorsatz   noch   grobe      Fahrlässigkeit   treffen.   Außer   bei   Vorsatz und    grober    Fahrlässigkeit    trifft    den        Reiseveranstalter    keine    Haftung    für Gegenstände,    die    üblicherweise    nicht    mitgenommen        werden,    außer    er    hat diese   in   Kenntnis   der   Umstände   in   Verwahrung   genommen.   Es   wird      daher   dem Kunden    empfohlen,    keine    Gegenstände    besonderen    Werts    mitzunehmen.      Weiters   wird   empfohlen,      die   mitgenommenen   Gegenstände   ordnungsgemäß zu   verwahren.   5.3.   Mitteilung   von   Mängeln   Der   Kunde   hat   jeden   Mangel   der Erfüllung    des    Vertrages,    den    er    während    der    Reise        feststellt,    unverzüglich einem   Repräsentanten   des   Veranstalters   mitzuteilen.   Dies   setzt      voraus,   dass ihm   ein   solcher   bekanntgegeben   wurde   und   dieser   an   Ort   und   Stelle   ohne     nennenswerte   Mühe   erreichbar   ist.   Die   Unterlassung   dieser   Mitteilung   ändert nichts    an    den        unter    5.1.    beschriebenen    Gewährleistungsansprüchen    des Kunden.    Sie    kann    ihm    aber    als        Mitverschulden    angerechnet    werden    und insofern          seine     eventuellen          Schadenersatzansprüche     schmälern.     Der Veranstalter   muss   den   Kunden   aber   schriftlich      entweder   direkt   oder   im   Wege des   Vermittlers   auf   diese   Mitteilungspflicht   hingewiesen      haben.   Ebenso   muss der   Kunde   gleichzeitig   darüber   aufgeklärt   worden   sein,   dass   eine      Unterlassung der   Mitteilung   seine   Gewährleistungsansprüche   nicht   berührt,   sie   allerdings   als     Mitverschulden   angerechnet   werden   kann.   Gegebenenfalls   empfiehlt   es   sich,   in     Ermangelung     eines     örtlichen     Repräsentanten     entweder     den     jeweiligen Leistungsträger   (z.   B.      Hotel,   Fluggesellschaft)   oder   direkt   den   Veranstalter   über Mängel    zu    informieren    und    Abhilfe        zu    verlangen.    5.4.    Haftungsrechtliche Sondergesetze   Der   Veranstalter   haftet   bei   Flugreisen   unter   anderem   nach   dem Warschauer     Abkommen     und          seinem     Zusatzabkommen,     bei     Bahn-     und Busreisen     nach     dem     Eisenbahn-     und          Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz.     6. Geltendmachung    von    allfälligen    Ansprüchen    Um    die    Geltendmachung    von Ansprüchen    zu    erleichtern,    wird    dem    Kunden    empfohlen,    sich        über    die Nichterbringung    oder    mangelhafte    Erbringung    von    Leistungen    schriftliche      Bestätigungen    geben    zu    lassen    bzw.    Belege,    Beweise,    Zeugen    zu    sichern.      Gewährleistungsansprüche   von   Verbrauchern   können   innerhalb   von   2   Jahren geltend      gemacht   werden.   Schadenersatzansprüche   verjähren   nach   3   Jahren.   Es empfiehlt    sich    im        Interesse    des    Reisenden,    Ansprüche    unverzüglich    nach Rückkehr     von     der     Reise     direkt     beim          Veranstalter     oder     im     Wege     des vermittelnden      Reisebüros      geltend      zu      machen,      da      mit      zunehmender Verzögerung   mit   Beweisschwierigkeiten   zu      rechnen   ist.   7.   Rücktritt   vom   Vertrag 7.1.   Rücktritt   des   Kunden   vor   Antritt   der   Reise   a)   Rücktritt   ohne   Stornogebühr Abgesehen   von   den   gesetzlich   eingeräumten   Rücktrittsrechten   kann   der   Kunde, ohne   dass      der   Veranstalter   gegen   ihn   Ansprüche   hat,   in   folgenden,   vor   Beginn der   Leistung      eintretenden   Fällen   zurücktreten:      Wenn   wesentliche   Bestandteile des   Vertrages,   zu   denen   auch   der   Reisepreis   zählt   erheblich      geändert   werden. In   jedem   Fall   ist   die   Vereitelung   des   bedungenen   Zwecks   bzw.   Charakters   der Reiseveranstaltung,   sowie   eine   gemäß   Abschnitt   8.1.   vorgenommene      Erhöhung des     vereinbarten     Reisepreises     um     mehr     als     10     Prozent     eine     derartige       Vertragsänderung.   Der   Veranstalter   ist   verpflichtet,   entweder   direkt   oder   im Wege     des     vermittelnden     Reisebüros     dem     Kunden     die     Vertragsänderung unverzüglich   zu      erklären   und   ihn   dabei   über   die   bestehende   Wahlmöglichkeit entweder      die      Vertragsänderung            zu      akzeptieren      oder      vom      Vertrag zurückzutreten,    zu    belehren;    der    Kunde    hat    sein    Wahlrecht        unverzüglich auszuüben.    Sofern    den    Veranstalter    ein    Verschulden    am    Eintritt    des    den      Kunden    zum    Rücktritt    berechtigenden    Ereignisses    trifft,    ist    der    Veranstalter diesem          gegenüber     zum     Schadenersatz     verpflichtet.     b)     Anspruch     auf Ersatzleistung   Der   Kunde   kann,   wenn   er   von   den   Rücktrittsmöglichkeiten   laut lit.   a   nicht   Gebrauch   macht      und   bei   Stornierung   des   Reiseveranstalters   ohne Verschulden   des   Kunden,   an   Stelle   der      Rückabwicklung   des   Vertrages   dessen Erfüllung      durch      die      Teilnahme      an      einer            gleichwertigen      anderen Reiseveranstaltung   verlangen,   sofern   der   Veranstalter   zur      Erbringung   dieser Leistung   in   der   Lage   ist.   Neben   dem   Anspruch   auf   ein   Wahlrecht   steht      dem Kunden    auch    ein    Anspruch    auf    Schadenersatz    wegen    Nichterfüllung    des Vertrages   zu,      sofern   nicht   die   Fälle   des   7.2.   zum   Tragen   kommen.   c)   Rücktritt mit   Stornogebühr   Die   Stornogebühr   steht   in   einem   prozentuellen   Verhältnis zum   Reisepreis   und   richtet   sich      bezüglich   der   Höhe   nach   dem   Zeitpunkt   der Rücktrittserklärung     und     der     jeweiligen     Reiseart.          Als     Reisepreis     bzw. Pauschalpreis    ist    der    Gesamtpreis    der    vertraglich    vereinbarten    Leistung        zu verstehen.    Der    Kunde    ist    in    allen    nicht    unter    lit.    a    genannten    Fällen    gegen Entrichtung      einer   Stornogebühr   berechtigt,   vom   Vertrag   zurückzutreten.   Im Falle    der    Unangemessenheit        der    Stornogebühr    kann    diese    vom    Gericht gemäßigt    werden.    Je    nach    Reiseart    ergeben    sich        pro    Person    folgende Stornosätze:   1.   Sonderflüge   (Charter),   Gruppen-IT   (Gruppenpauschalreisen   im Linienverkehr),         Autobusgesellschaftsreisen   (Mehrtagesfahrten)   bis   30.   Tag   vor Reiseantritt...................................10%         ab         29.         bis         20.         Tag         vor Reiseantritt..........................25%           ab           19.           bis           10.           Tag           vor Reiseantritt..........................50%            ab            9.            bis            4.            Tag            vor Reiseantritt.............................65%       ab       dem       3.       Tag       (72       Stunden)       vor Reiseantritt..............85%        des        Reisepreises.        2.        Einzel-IT        (individuelle Pauschalreisen    im    Linienverkehr),    Bahngesellschaftsreisen        (ausgenommen Sonderzüge)   bis   30.   Tag   vor   Reiseantritt...................................10%   ab   29.   bis   20. Tag       vor       Reiseantritt..........................15%       ab       19.       bis       10.       Tag       vor Reiseantritt..........................20%            ab            9.            bis            4.            Tag            vor Reiseantritt.............................30%       ab       dem       3.       Tag       (72       Stunden)       vor Reiseantritt..............45%          des          Reisepreises.          Für          Hotelunterkünfte, Ferienwohnungen,      Schiffsreisen,      Bus-Eintagesfahrten,      Sonderzüge            und Linienflugreisen   zu   Sondertarifen   gelten   besondere   Bedingungen.   Diese   sind   im     Detailprogramm   anzuführen.   Rücktrittserklärung   Beim   Rücktritt   vom   Vertrag   ist zu   beachten:   Der   Kunde   (Auftraggeber)   kann   jederzeit   dem   Reisebüro,   bei   dem die   Reise   gebucht   wurde,      mitteilen,   dass   er   vom   Vertrag   zurücktritt.   Bei   einer Stornierung   empfiehlt   es   sich,   dies   -   mittels   eingeschriebenen   Briefes   oder   - persönlich   mit   gleichzeitiger   schriftlicher   Erklärung   zu   tun.   d)   No-show   No-show liegt   vor,   wenn   der   Kunde   der   Abreise   fernbleibt,   weil   es   ihm   am   Reisewillen     mangelt     oder     wenn     er     die     Abreise     wegen     einer     ihm     unterlaufenen Fahrlässigkeit    oder    wegen        eines    ihm    widerfahrenen    Zufalls    versäumt.    Ist weiters   klargestellt,   dass   der   Kunde   die      verbleibende   Reiseleistung   nicht   mehr in    Anspruch    nehmen    kann    oder    will,    hat    er    bei        Reisearten    laut    lit.    c    1. (Sonderflüge,   usw.)   85   Prozent,   bei   den   Reisearten   laut   lit.   c   2.      (Einzel-IT,   usw.) 45   Prozent   des   Reisepreises   zu   bezahlen.   Im   Falle   der   Unangemessenheit      der obgenannten   Sätze   können   diese   vom   Gericht   im   Einzelfall   gemäßigt   werden. 7.2.   Rücktritt   des   Veranstalters   vor   Antritt   der   Reise   a)   Der   Veranstalter   wird   von der   Vertragserfüllung   befreit,   wenn   eine   in   der   Ausschreibung      von   vornherein bestimmte    Mindestteilnehmerzahl    nicht    erreicht    wird    und    dem    Kunden    die      Stornierung     innerhalb     der     in     der     Beschreibung     der     Reiseveranstaltung angegebenen   oder      folgenden   Fristen   schriftlich   mitgeteilt   wurde:   -   bis   zum   20. Tag   vor   Reiseantritt   bei   Reisen   von   mehr   als   6   Tagen,   -   bis   zum   7.   Tag   vor Reiseantritt   bei   Reisen   von   2   bis   6   Tagen,   -   bis   48   Stunden   vor   Reiseantritt   bei Tagesfahrten.       Trifft       den       Veranstalter       an       der       Nichterreichung       der Mindestteilnehmerzahl    ein    über    die    leichte        Fahrlässigkeit    hinausgehendes Verschulden,   kann   der   Kunde   Schadenersatz   verlangen;   dieser   ist   mit   der   Höhe der    Stornogebühr    pauschaliert.    Die    Geltendmachung        eines    diesen    Betrag übersteigenden   Schadens   wird   nicht   ausgeschlossen.   b)   Die   Stornierung   erfolgt auf      Grund      höherer      Gewalt,      d.h.      auf      Grund      ungewöhnlicher      und        unvorhersehbarer    Ereignisse,    auf    die    derjenige,    der    sich    auf    höhere    Gewalt beruft,   keinen      Einfluss   hat   und   deren   Folgen   trotz   Anwendung   der   gebotenen Sorgfalt   nicht   hätten      vermieden   werden   können.   Hiezu   zählt   jedoch   nicht   die Überbuchung,     wohl     aber     staatliche          Anordnungen,     Streiks,     Krieg     oder kriegsähnliche   Zustände,   Epidemien,   Naturkatastrophen      usw.   c)   In   den   Fällen   a) und   b)   erhält   der   Kunde   den   eingezahlten   Betrag   zurück.   Das   Wahlrecht      gemäß 7.1.b,   1.   Absatz   steht   im   zu.   7.3.   Rücktritt   des   Veranstalters   nach   Antritt   der Reise   Der   Veranstalter   wird   von   der   Vertragserfüllung   dann   befreit,   wenn   der Kunde   im   Rahmen      einer   Gruppenreise   die   Durchführung   der   Reise   durch   grob ungebührliches   Verhalten,   ungeachtet   einer   Abmahnung,   nachhaltig   stört.   In diesem   Fall   ist   der   Kunde,      sofern   ihn   ein   Verschulden   trifft,   dem   Veranstalter gegenüber   zum   Ersatz   des   Schadens      verpflichtet.   8.   Änderungen   des   Vertrages 8.1.   Preisänderungen   Der   Veranstalter   behält   sich   vor,   den   mit   der   Buchung bestätigten   Reisepreis   aus   Gründen,      die   nicht   von   seinem   Willen   abhängig   sind, zu    erhöhen,    sofern    der    Reisetermin    mehr    als        zwei    Monate    nach    dem Vertragsabschluß   liegt.   Derartige   Gründe   sind   ausschließlich   die      Änderung   der Beförderungskosten   -   etwa   der   Treibstoffkosten   –   der   Abgaben   für   bestimmte     Leistungen,   wie   Landegebühren,   Ein-   oder   Ausschiffungsgebühren   in   Häfen   und     entsprechende     Gebühren     auf     Flughäfen     oder     die     für     die     betreffende Reiseveranstaltung      anzuwendenden   Wechselkurse.   Bei   einer   Preissenkung   aus diesen    Gründen    ist    diese    an        den    Reisenden    weiterzugeben.    Innerhalb    der Zweimonatsfrist   können   Preiserhöhungen   nur      dann   vorgenommen   werden, wenn   die   Gründe   hiefür   bei   der   Buchung   im   einzelnen      ausgehandelt   und   am Buchungsschein   vermerkt   wurden.   Ab   dem   20.   Tag   vor   dem   Abreisetermin   gibt es   keine   Preisänderung.   Eine   Preisänderung   ist   nur   dann   zulässig,   wenn   bei Vorliegen    der    vereinbarten    Voraussetzungen    auch    eine    genaue    Angabe    zur Berechnung      des      neuen      Preises      vorgesehen      ist.      Dem      Kunden      sind Preisänderungen     und     deren     Umstände     unverzüglich     zu     erklären.     Bei Änderungen    des    Reisepreises    um    mehr    als    10    Prozent    ist    ein    Rücktritt    des Kunden   vom   Vertrag   ohne   Stornogebühr   jedenfalls   möglich   (siehe   Abschnitt 7.1.a.).8.2.   Leistungsänderungen   nach   Antritt   der   Reise-   Bei   Änderungen,   die der   Veranstalter   zu   vertreten   hat,   gelten   jene   Regelungen,   wie   sie   in   Abschnitt   5 (Rechtsgrundlagen   bei   Leistungsstörungen)   dargestellt   sind.   -   Ergibt   sich   nach der   Abreise,   dass   ein   erheblicher   Teil   der   vertraglich   vereinbarten   Leistungen nicht     erbracht     wird     oder     nicht     erbracht     werden     kann,     so     hat     der Veranstalterohne   zusätzliches   Entgelt   angemessene   Vorkehrungen   zu   treffen, damit   die   Reiseveranstaltung   weiter   durchgeführt   werden   kann.   Können   solche Vorkehrungen    nicht    getroffen    werden    oder    werden    sie    vom    Kunden    aus triftigen   Gründen   nicht   akzeptiert,   so   hat   der   Veranstalter   ohne   zusätzliches Entgelt   gegebenenfalls   für   eine   gleichwertige   Möglichkeit   zu   sorgen,   mit   der   der Kunde   zum   Ort   der   Abreise   oder   an   einen   anderen   mit   ihm   vereinbarten   Ort befördert   wird.   Im   übrigen   ist   der   Veranstalter   verpflichtet,   bei   Nichterfüllung oder   mangelhafter   Erfüllung   des   Vertrages   dem   Kunden   zur   Überwindung   von Schwierigkeiten     nach     Kräften     Hilfe     zu     leisten.9.     Auskunftserteilung     an DritteAuskünfte   über   die   Namen   der   Reiseteilnehmer   und   die   Aufenthaltsorte von    Reisenden    werden    an    dritte    Personen    auch    in    dringenden    Fällen    nicht erteilt, es sei denn, der       Reisende      hat      eine      Auskunftserteilung      ausdrücklich gewünscht.   Die   durch   die   Übermittlung   dringender   Nachrichten   entstehenden Kosten    gehen    zu    Lasten    des    Kunden.    Es    wird    daher    den    Reiseteilnehmern empfohlen,          ihren          Angehörigen          die          genaue          Urlaubsanschrift bekanntzugeben.10.   AllgemeinesDie   unter   B   angeführten   Abschnitte   7.1.   lit.   c, vormals     lit.b     (Rücktritt),     7.1.     lit     d,     vormals     lit.     c     (No-show)     sowie     8.1. (Preisänderungen)    sind    als    unverbindliche    Verbandsempfehlung    unter    1    Kt 718/91-3   und   sind   nunmehr   als   solche   unter   25   Kt   793/96-3   im   Kartellregister eingetragen